Jerry Thomas, Barmann in San Franciscos Occidental Hotel, mixte für seine Gäste seinen „Martinez“, den wohl frühesten verzeichneten Martini , bestehend aus „bitters, marashino, vermouth, ice and OldTom (sweet gin)“.
Mitte des 19. Jahrhunderts etablierte sich der Dry Gin in der High Society Englands und wurde vornehmlich in den britischen Gentlemen´s Clubs serviert.
Im kollektiven Gedächtnis verankert sind jedoch die Persönlichkeiten und Ikonen des 20. Jahrhunderts. Winston Churchill war bekennender Ginliebhaber und auch bei der legendären Queen Mum gehörte das britische Getränk zum guten Ton.
Und bis zum heutigen Tag kennt jeder Mensch die Präferenz des britischen Geheimagenten James Bond, dessen Martini Cocktails immer ein bestimmtes Mischungsverhältnis aufweisen mußten.
007 Autor Ian Flemming ließ sich zu seinem Helden und dessen Trinkgewohnheiten unter anderem im Duke´s Hotel inspirieren.In der Bar des Hotels wurde von Flemming der berühmte Bond-Martini erfunden: geschüttelt, nicht gerührt. Und der Vesper, der härteste Martini überhaupt.
Und tatsächlich ist „The Dukes“ auch heute noch die erste Adresse um einen ausgezeichneten Martini zu genießen. Hier nun die Vorgehensweise:
Sie brauchen beeindruckend große und eisgekühlte Martini-Gläser, einen Spitzen-Gin, bevorzugt Bombay Sapphire, Tanqueray Ten, Hendricks, Plymouth Navy Strength 108 proof – oder Wodka – Belvedere Pomerancza aus Polen, Snow Queen aus Kasachstan, polnischer Potocki. Alle Flaschen sind auf minus 17 Grad zu temperieren.
Der klassische Martini wird mit Gin gemixt. Wodka als Basis kam in den 40er-Jahren in den USA in Mode. Sie entscheiden sich also für Gin. Plymouth Navy Strength. Hätte sicher auch Bond geordert. Aus einer Pipette füllen Sie ein paar Tropfen trockenen Vermouths (Erste Wahl: Noilly Prat) ins Glas. Ein kurzer Schwenk, dann kommt der Gin.
Schneiden Sie vorsichtig ein Stück Schale von einer sizilianischen Zitrone und quetschen Sie die Zeste über Ihrem Drink aus. Es duftet himmlisch nach Zitrusöl. „Cheers, Ladies and Gentlemen!“
Der eiskalte Drink wird in Ihrem Mund ein Feuerwerk der Aromen auslösen. Der Wacholder und die anderen Kräuter und Gewürze, mit denen der Gin destilliert wurde, der Hauch von Zitrone, so pur, so klar, so verführerisch. Und so stark.
Ein Glas Martini im „Dukes“ ist wie eine gefühlte halbe Flasche Gin.
Gerührt? Geschüttelt? Niemals! Eis würde die Reinheit des Martinis verwässern. Sorry, das hat sich Ian Fleming nur für Bond ausgedacht.
Dieser Artikel ist eine Empfehlung von Heitmann - A Gentleman´s Delight.
Responses to “Martini für Bond”
Dezember 1st, 2008 at 08:21
[...] ist der Noilly Prat aber in den Bars dieser Welt als unverzichtbarer Bestandteil des Martinis. Seite bookmarken Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden [...]


















November 12th, 2008 at 13:58
[...] als Basis für zahlreiche Drinks und Cocktails, allen voran natürlich Klassiker wie Martini Dry, Gimlet und Gin Fizz. Die Geschichte des Gins ist wechselvoll und reich an Verwerfungen, die sich [...]